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Pressemitteilung

19.04.2015

Helikopter-Eltern machen 16-19-jährigen Freiwilligen das Leben schwer

Wie junge Freiwillige und deren Eltern bei der Vorbereitung eines Freiwilligen-Projekts im kommenden Sommer zusammenarbeiten sollten, verrät wegweiser-freiwilligenarbeit.com, das unabhängige Online-Portal für sinnvolle und flexible Freiwilligenarbeit im Ausland. Gerade bei Minderjährigen, aber auch bei jungen Erwachsenen mischen die Eltern häufig bei der Auswahl und der Vorbereitung eines Freiwilligen-Projekts im Ausland mit. Manche Helikopter-Eltern gehen in ihrer Hilfestellung jedoch zu weit und schaffen letztendlich Probleme für ihre Sprösslinge und auch die Projekte.

Tausende Freiwillige brechen im Sommer ins Ausland auf

Derzeit suchen tausende jungen Menschen nach Möglichkeiten, sich während des Sommers oder während einer Auszeit nach dem Abi in einem Hilfsprojekt in Afrika, Asien oder Lateinamerika zu engagieren. Solch flexible Freiwilligenarbeit für 2 Wochen bis 3 Monate wird immer beliebter und betrifft 15-30 000 Tausend Personen pro Jahr im deutschen Sprachraum. Für viele 16-19-Jährige stellt ein solches Projekt die erste Auslands-Erfahrung außerhalb Europas oder sogar überhaupt dar. Nicht selten wollen die lebenserfahreneren Eltern deshalb bei Auswahl und Planung ein Wörtchen mitreden.

Schlechte Vorbereitung kann zu Überforderung und Kulturschock führen

Gerade bei jungen Volunteers nehmen die Eltern häufig eine zu dominierende Rolle ein, während die Teenager in den Hintergrund treten. Je nach Sichtweise liegt das an allzu trägen Freiwilligen oder an übereifrigen Helikopter-Eltern, die ihren Kindern nicht eigene Entscheidungen zutrauen. In jedem Fall sehen Entsendeorganisationen einen starken Zusammenhang zwischen unzureichender Vorbereitung und Problemen vor Ort. Bei Personen, die nicht selbst planen und vorbereiten wollen oder eben dürfen, beobachten sie viel häufiger Überforderung, Kulturschock oder auch vorzeitige Abbrüche des Projekts. Das führt dann auch zu Problemen in den aufnehmenden NGOs.

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5 Tipps, wie die Vorbereitung gelingt

Zusammen mit dem Direktor der Freiwilligen-Organisation RGV hat Wegweiser Freiwilligenarbeit deswegen Tipps ausgearbeitet, wie beide Generationen zusammenarbeiten sollten.

Der ausführliche Ratgeber ist auf wegweiser-freiwilligenarbeit.com verfügbar.

  1. Begleiten aber nicht ersetzen
    Während des Engagements im Zielland erwarten die Aufnahme-Projekte von ihren Freiwilligen Selbständigkeit und Eigeninitiative. Eltern sollten daher in der Auswahl- und Bewerbungsphase nicht die Recherche und den Kontakt zu den Freiwilligen-Organisationen übernehmen. Auch die wichtige Frage nach der Motivation hinter der Idee, Freiwilligenarbeit zu machen, gehört dazu. Konkret heißt das: bei Informations-Gesprächen mit dabei sein oder Motivationsschreiben korrigieren – ja. Anstatt der zukünftigen Freiwilligen telefonieren oder Visums-Anträge nur unterschreiben lassen – nein.

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  1. Unterstützung vor Ort sicherstellen
    Die beste Unterstützung im Projekt bieten Freiwilligen-Organisationen, die eigene Mitarbeiter in direkter Nähe vor Ort haben, was längst nicht bei allen der Fall ist. Haben die jungen Freiwilligen Eingewöhnungs-Probleme, können die Angestellten zur Lösung beitragen. Wegweiser Freiwilligenarbeit hat einen Ratgeber mit einer ausführlichen Check-Liste erarbeitet, der es ermöglicht die Qualität einer Freiwilligen-Organisation einzuschätzen.

Hintergrundinformationen: Wegweiser Freiwilligenarbeit im Ausland: So wählen Sie die richtige Organisation aus

  1. Unterlagen studieren
    Eine gute Freiwilligen-Organisation stellt ihren Freiwilligen vorab ausführliche Informationen zum Zielland und dessen kulturellen Besonderheiten, zum Projekt und zum Tätigkeitsfeld vor. Zu häufig kommen Teenager im Projekt an, ohne diese Unterlagen sorgfältig durchgearbeitet zu haben. Es reicht nicht, wenn Mama oder Papa die Texte lesen.
  2. Vielseitig informieren
    Die Freiwilligen und die begleitenden Eltern sollten darüber hinaus aber auch andere Quellen zur Vorbereitung auf den kulturellen Austausch nutzen: Medienberichte, Reiseführer oder Gespräche mit ehemaligen Freiwilligen der Organisation gehören dazu.
  3. Landessprache lernen
    Wer die Landessprache beherrscht fühlt sich schneller heimisch und eingebunden. Für die meisten Sprachen gibt es im Handel Sprachführer, die zur Grundausstattung gehören sollten. Unter den Freiwilligen im Projekt ist häufig Englisch die Lingua franca. Natürlich sind Volontäre wieder selbst gefordert, denn die Englisch-Kenntnisse der Eltern bleiben naturgemäße zu Hause bleiben

 

Über wegweiser-freiwilligenarbeit.com

wegweiser-freiwilligenarbeit.com ist das unabhängige Informations-Portal für flexible und sinnvolle Freiwilligenarbeit im Ausland sowie geregelte Freiwilligendienste, Workcamps und Volunteering. Kernstück des Portals ist eine der umfassendsten Datenbanken internationaler Freiwilligen-Projekte. Viele der Angebote finden sich im deutschsprachigen Raum nur bei wegweiser-freiwilligenarbeit.com.

Gründer von wegweiser-freiwilligenarbeit.com ist Frank Seidel, Freiwilligenarbeits-Experte mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Frank Seidel ist u. a. Autor des Buches „Jobben für Natur und Umwelt“ und war bis 2012 Marketing-Direktor einer der größten weltweiten Freiwilligen-Organisationen.

Für Nachfragen und Interview-Wünsche

Frank Seidel
presse (at) wegweiser-freiwilligenarbeit.com
Tel. +49 (0)2841 600 96 70
Skype: frankseidelgrenoble

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