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Sprachen lernen leicht gemacht: Freiwilligenarbeit mit Sprachkursen kombinieren

Viele Freiwillige wollen ihre Zeit im Freiwilligenarbeit und Sprachkurs Costa RicaAusland auch dafür nutzen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Das macht Sinn, denn nirgends lernt es sich besser als mit den Einheimischen vor Ort. Besonders beliebt: Freiwilligenarbeit in englischsprachigen und spanischsprachigen Ländern, denn hier verfügen viele Volunteers bereits über Vorkenntnisse. Auch du willst dein Schul-Englisch endlich anwenden oder dein eingestaubtes Spanisch oder Französisch aufpolieren? Oder sogar eine neue Sprache lernen? Dann haben wir 8 Tipps für dich, mit denen dir das besonders gut gelingt.

Unsere Tipps

 

1. Besuch vor Ort einen Sprachkurs!

Viele Organisationen bieten für ihre Freiwilligen vor Start oder während des Projekts Sprachkurse an. Teilweise ist dies bereits im Teilnahmebetrag enthalten, teilweise fallen allerdings auch Extra-Gebühren an. Ob bei deinem Wunsch-Projekt ein Sprachkurs inklusive ist, haben wir in vielen Fällen bereits für dich überprüft. Sobald du das Kontaktformular auf unserer Seite ausfüllst, erhältst du unseren Ratgeber mit Checkliste. Hier kannst du nachschauen, inwieweit das Projekt einen Sprachkurs anbietet. Ein Sprachkurs ist sinnvoll, um in die Sprache hineinzufinden und hilft dir, deine Kenntnisse aufzufrischen und selbstsicherer zu sprechen. Wenn du in ein Land gehst, dessen Sprache du noch gar nicht beherrschst, ist ein Kurs umso wichtiger, um sich mit den Grundlagen vertraut zu machen und im Alltag zurechtzukommen.

2. Trau dich zu sprechen!

Sprechen, sprechen, sprechen. So lautet nun einmal die Devise, wenn man eine neue Sprache lernen will (von Latein und Altgriechisch vielleicht einmal abgesehen). Dabei gilt: Nur keine falsche Scheu! Weder im Sprachkurs noch auf der Straße. Mach dir nicht zu viele Gedanken um deine Aussprache oder Grammatik. Trau dich, einfach drauf los zu reden. Du wirst schnell merken, dass es dir niemand übel nimmt, wenn du Vergangenheitsformen verdrehst oder von dir selbst in der dritten Person sprichst. Gerade wenn es sich um eine exotische Sprache handelt, die nicht viele Ausländer sprechen, wissen es die Einheimischen sehr zu schätzen, wenn du versuchst, mit ihnen in ihrer Sprache zu kommunizieren – die korrekte Grammatik ist da Nebensache.
Ein einfacher Sprachführer kann gerade am Anfang sehr wertvolle Dienste leisten. Wir mögen besonders die praxisorientierten Kauderwelsch-Bände, die es auch für viele Landessprachen klassischer Freiwilligenarbeits-Ziele gibt. Deswegen schenken wir dir im Rahmen unserer Aktion „Geschenk nach Anmeldung“ auch einen Kauderwelsch-Band deiner Wahl. So bist du schon einmal gewappnet und kannst dich vorbereiten, bis dein Sprachkurs losgeht.

3. Arbeite mit Einheimischen zusammen!

Such dir ein Projekt aus, bei dem du Seite an Seite mit Einheimischen arbeitest. Besonders geeignet sind dafür soziale Freiwilligen-Projekte, beispielsweise in Schulen oder Kindergärten. Hier musst du sowohl mit deinen Schützlingen als auch mit deinen Kolleginnen und Kollegen in der Landessprache kommunizieren. Aber auch Freiwilligenarbeit mit Journalismus und Medien ist wie gemacht dafür, deine Sprachkenntnisse zu verbessern – sei es im Umgang mit Kollegen, bei der Recherche oder bei der Produktion von Beiträgen in einer anderen Sprache, zum Beispiel Englisch oder Spanisch. Das mag dir am Anfang noch ein Ding der Unmöglichkeit erscheinen, doch du wirst schnell merken: Es geht! Der Sprung ins kalte Wasser lohnt sich, und während der Arbeit können dir deine Interview-Partner so manches neue Wort erklären oder dir Tipps rund um ihre Muttersprache geben.

4. Geh in eine Gastfamilie!

Gastfamilie ArgentinienWähle für deine Freiwilligenarbeit ein Projekt aus, bei dem du in einer Gastfamilie untergebracht bist. Das Leben in einer einheimischen Familie ist ideal, um ganz in eine Sprache einzutauchen. Bereits beim Frühstück lernst du neue Vokabeln, und auch wenn du am Anfang nicht alles verstehst – schon dass du die Sprache ständig hörst ist eine große Hilfe. Du wirst schnell merken, wie du Fortschritte machst und den Gesprächen bei Tisch immer besser folgen kannst. Und wer etwas versteht, wenn seine mehrköpfige Gastfamilie beim Essen durcheinander quatscht, der ist auch für alles andere gewappnet. Zudem lernst du durch deine Gastfamilie auch die Kultur deines Aufnahmelandes kennen. Das hilft dir dabei, dich zu integrieren und die Gesellschaft sowie die Lebensumstände vor Ort und die Probleme des Aufnahme-Projekts besser zu verstehen – und auch, wie dein Leben daheim damit zusammenhängt. Die so gewonnen Einblicke nimmst du mit nach Hause, wo du andere daran teilhaben lassen kannst.

5. Mach jeden zu deinem Lehrer!

Sobald die Einheimischen wissen, dass du dich an ihrer Sprache versuchst, werden sie dir gerne dabei behilflich sein. Dir fällt ein Wort nicht ein, oder du bist dir beim Satzbau mal wieder nicht so ganz sicher? Geh auf die Muttersprachler zu und frag sie. Wo sonst hast du dazu schon die Möglichkeit? Sie sind die Experten und freuen sich, wenn sie dir helfen können. Außerdem hast du so gleich eine ideale Möglichkeit, das Eis zu brechen, ein Gespräch aufzubauen und ersten Kontakt mit den Einheimischen zu knüpfen.

6. Habe Mut, aus der Masse herauszustechen!

Englisch lernen in England, Spanisch lernen in Spanien – mehr 08/15 geht es wohl kaum. Sei deshalb mutig und entscheide dich für ein exotischeres Ziel, um deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Freiwilligenarbeit gibt es in unzähligen englischsprachigen und spanischsprachigen Ländern. Eine Übersicht findest du weiter unten. In Indien oder Chile lernst du vielleicht nicht das Englisch oder Spanisch, wie es im Schulbuch steht. Aber ein Aufenthalt in ungewöhnlichen Ländern macht sich in jedem Fall gut im Lebenslauf, besonders, wenn du später bei einem internationalen Unternehmen arbeiten willst. Bereits bei der Bewerbung stichst du so aus der Menge heraus. Ein Kunde aus Indien? Für dich kein Problem, dank deiner zwei Monate im Freiwilligenprojekt bist du Experte für den dortigen Akzent. Arbeitsreise nach Mexiko? Super, so kannst du gleich deine alten Freunde besuchen und deinem Chef die mexikanische Lebensfreude ein bisschen näherbringen. Er wird es dir danken!

7. Geh allein!

Wähle ein Projekt , in dem du der einzige Freiwillige bist. Unsere Partnerorganisationen haben meist mehrere Projekte in jedem Land, so dass du automatisch auch andere Freiwillige kennenlernst, mit denen du am Abend ausgehen oder am Wochenende Ausflüge machen kannst. Dabei ist die Gefahr natürlich groß, ins Englische zurückzufallen – oder gar in deine Muttersprache, wenn die anderen Freiwilligen auch aus deutschsprachigen Ländern kommen. Um deine Sprachkenntnisse zu verbessern, solltest du deshalb ein Projekt auswählen, das nur einen oder wenige Freiwillige aufnimmt. So stellst du sicher, dass du zumindest während der Arbeit in der Landessprache sprichst. Ein weiterer Vorteil: Bist du nicht in einer großen Gruppe von Freiwilligen unterwegs, kommst du der landeseigenen Kultur einfacher näher. Ähnlich wie in deiner Gastfamilie, kannst du auch von deinen Kolleginnen und Kollegen viel über Sitten und Bräuche, aber auch über die Probleme des Landes sowie des Projekts lernen und Zusammenhänge besser verstehen. Sowohl für das interkulturelle Lernen als auch für die Sprache ideal ist also eine Kombination aus Gastfamilie und einem Aufnahmeprojekt, in dem du der einzige Freiwillige bist. Sollte das nicht möglich sein: Siehe Tipp Nummer 8.

8. Sprich auch mit anderen Freiwilligen in der Landessprache!

Gerade wenn dein Sprachniveau am Anfang noch nicht so gut ist, ist die Versuchung groß, mit anderen Freiwilligen Englisch zu reden oder Deutsch, wenn sie aus der Heimat kommen. Einmal damit angefangen, ist es aber oft schwer, die Sprache später zu wechseln. Es ist einfach zu verlockend, sich zu unterhalten, ohne lange über Grammatik und Vokabeln nachdenken zu müssen. Bemühe dich deshalb, von Anfang an mit allen nur in der Landes- bzw. in der Projektsprache zu sprechen. Schneller als du denkst bist du daran gewöhnt, und Gespräche in deiner Muttersprache fühlen sich auf einmal unpassend und fremd an – spätestens daran merkst du, dass du richtig angekommen bist.

Wenn du diese 8 Tipps beherzigst, wirst du während deiner Freiwilligenarbeit garantiert dein Sprachniveau verbessern. Und zwar ohne lästiges Vokabel-Pauken oder stundenlangen Grammatik-Lektionen. Im Gegenteil: Durch das tägliche Sprechen verbesserst du dich bei der Freiwilligenarbeit nebenher fast von allein – eine perfekte Kombination. Du hast Lust bekommen? Hier findest du Länder mit Projekten auf unserer Seite, in denen Englisch, Spanisch, Französisch oder Portugiesisch offizielle Amtssprachen sind:

Englischsprachige Länder für Freiwilligenarbeit:

Französischsprachige Länder für Freiwilligenarbeit:

Portugiesischsprachige Länder für Freiwilligenarbeit:

Spanischsprachige Länder für Freiwilligenarbeit:

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