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Hier bei wegweiser-freiwilligenarbeit.com verzeichneten wir 2019-2020 viele Besuche von Menschen, die den Opfern der Buschbrände in Australien vor Ort helfen wollten. Besonders reges Interesse bestand an Projekten in Tierauffang-Stationen, um Koalas, Kängurus und andere australische Tiere zu retten. Wir sagen dir, wie und wann es sinnvoll war, nach den Buschfeuern Hilfsprojekte als Volunteer zu unterstützen, und warum bei solchen Naturkatastrophen Spenden an professionelle Hilfsorganisation fast immer besser sind.
Themen dieses Artikels
Katastrophenhilfe ist auch Down Under Expertensache
So löblich es auch ist, bei den dramatischen Bildern von Wäldern und Häusern in Flammen ins Flugzeug steigen und vor Ort helfen zu wollen: Naturkatastrophen sind immer gefährlich und ein Einsatz während solcher Krisensituationen bedarf besonderer Fachkenntnisse.
So war es 2013 nach dem Taifun Hayan auf den Philippinen, 2015 nach dem Erdbeben in Nepal und auch 2020 bei den Buschfeuern in Australien.
Der Einsatz während und direkt nach solchen Katastrophen bleibt daher ausgebildeten Katastrophenhelfern oder in diesem Fall Feuerwehrleuten vorbehalten. Als unerfahrene:r Freiwillige:r steht man da im Weg herum und konkurriert sogar mit den erfahrenen Einsatzkräften um wichtige Ressourcen wie z. B. sichere Unterkunft.

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Das gilt nicht nur bei der direkten Brandbekämpfung, sondern auch beim Einsatz für die vom Feuer betroffenen Tiere wie Koalas, Kängurus oder andere Beuteltiere. So schrieb uns Wildlife Victoria bei unseren Recherchen zu diesem Artikel: „Wir sind derzeit nicht in der Lage neue Volunteers aufzunehmen oder gar ad hoc auszubilden. Wir sind in den letzten Tagen mit Hunderten von Anfragen überschwemmt worden und können nicht auf diese Anfragen eingehen.“
Die Tierschutzorganisation WIRES warnt sogar: “Wer sich beim Einfangen und der Pflege von Wildtieren engagieren will, muss dafür über eine von einer Regierungsbehörde ausgestellte Lizenz verfügen. Wildtiere ohne eine solche Lizenz wieder aufzupäppeln, ist in New South Wales illegal. Einheimischen der Region raten wir deshalb: stellen Sie sicher, dass Sie die nötige Ausbildung bekommen, und halten Sie sich in der nächsten Busch-Feuer-Saison bereit. Die entsprechenden Fortbildungen stehen allerdings nur Personen mit festem Wohnsitz in unserer Region zur Verfügung und sind Ausländer:innen nicht zugänglich.”
Erst wenn im Kreislauf der Katastrophenhilfe (siehe untenstehende Grafik) die Phase des Wiederaufbaus und der Rehabilitation erreicht ist, können auch ungeschulte Freiwillige, die vor allem ihre Motivation mitbringen, wieder aktiv werden.

Kreislauf der Katastrophenhilfe
Quelle: Deutsches Rotes Kreuz
Nachtrag 29.01.2020
In den Kommentaren zu unserem Artikel erhielten wir mehrere Nachrichten von Menschen, die für sich in Anspruch nehmen, die notwendige Qualifikation für einen Kriseneinsatz zu haben und sich nicht mit der allgemeinen Aussage „In Krisengebieten gibt es keinen Platz für Amateure.“ zufrieden geben wollten, u. A. Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Aktive in der Tierrettung mit langjähriger Erfahrung.
Leider konnten auch diese Personen außerhalb einer offiziellen Zusammenarbeit mit australischen Stellen keine Freiwilligenarbeit vor Ort leisten. Unsere Empfehlung ist: Erkundigt euch bei Katastrophenfällen auf dem Dienstweg, ob es eine offizielle Abordnung in das Krisengebiet gibt und ob ihr euch dafür evtl. melden/bewerben könnt.
Das ist vielleicht frustrierend, hat aber gute Gründe.
Grundsätzlich wägen überall auf der Welt die Organisationen, wo sich Freiwillige engagieren können, ab, welchen Nutzen Freiwillige bringen und ob sich dafür der Aufwand lohnt, diese Personen einzubinden. Das machten auch die Tierauffangstationen oder die Feuerwehren in Australien nicht anders und diese Abwägung fiel dort für Einzelpersonen oder selbst organisierte Kleingruppen aus anderen Ländern eben negativ aus.
Die Nachteile waren zu schwerwiegend und der Aufwand zu hoch, um Einzelpersonen im Falle der Buschfeuer einer potenziell lebensbedrohlichen Gefahr auszusetzen:
- Sie sprachen Englisch nicht auf Muttersprachler-Niveau.
- Sie kannten die Arbeitsabläufe nicht.
- Es war nicht möglich ihre Qualifikation mit angemessenen Mitteln zu kontrollieren. (Jede:r kann ja behaupten, ein:e Feuerwehrmann:frau zu sein.)
- Die Organisation ihrer Anreise, Unterbringung und Verpflegung hätte erhebliche Arbeitszeit in Anspruch genommen, etc.
Deswegen greifen von Krisen betroffene Länder wie damals Australien wenn überhaupt auf offiziell organisierte ausländische Hilfe zurück. So waren Down Under z. B. Feuerwehren und Militär aus den USA, Kanada, Neuseeland und Singapur im Einsatz (teilweise schon seit Oktober 2019, lange bevor die Katastrophe in Europa zum Thema wurde), aber eben nicht aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Warum genau das so war, entzieht sich unserer Kenntnis, auch wenn wir vermuten, dass dieselbe Sprache und geografische Nähe sicherlich wichtige Rollen spielten.
Permanente Freiwilligenprojekte in Australien oder für Tierpflege weltweit
Auch wenn damals die von den Feuern betroffenen Regionen besondere Aufmerksamkeit bekamen: nicht das ganze Land stand in Flammen und es gab und gibt zahlreiche Freiwilligenprojekte in Australien, die permanent internationale Freiwillige in ihre Arbeit einbinden, und bei denen auch damals business as usual herrschte. Solche Freiwilligenprojekte sind vor allem im Bereich Natur- und Tierschutz angesiedelt.
Freiwilligenprojekte in Australien
Außerdem gibt es in Afrika, Asien, Europa, Nord– und Lateinamerika und auch Ozeanien viele Gelegenheiten für Volunteering mit Wildtieren, die nicht während einer Naturkatastrophe in euren sozialen Netzwerken auftauchen, und doch freiwilligen Helfern die Möglichkeit des Engagements bieten. Egal ob Affen in Argentinien, Bären in Rumänien, Pinguine in Südafrika oder Orang-Utans in Malaysia – auch diese Tiere wollen gepflegt und auf ihre Auswilderung vorbereitet werden.
Keep calm … und spende, wenn du weißt, wo es wirklich sinnvoll ist!
In den meisten Krisen-Situationen sagen wir an dieser Stelle: „Wer jetzt helfen will, sollte spenden!“ Da Australien aber ein wohlhabendes Industrieland ist, war während der Buschfeuer die Situation etwas anders.
Wer effektiv spenden wollte, wartete damals am besten noch ein paar Wochen, sagte Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), das u. a. das DZI Spenden-Siegel vergibt, im Gespräch mit dem SWR.

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Emotional geleistete Spenden könnten zu Überzahlungen führen, und eine kleine regionale freiwillige Feuerwehr oder eine bislang eher unbekannte Tierauffangstation könne durch unvermutete große Summen aus dem Internet überfordert werden.
Wilke rief noch einen weiteren Grundsatz der Katastrophenhilfe in Erinnerung: „Man bietet und leistet Hilfe dann, wenn der Hilfsbedürftige konkret darum bittet. Die australische Regierung hat meines Wissens nach die internationale Gemeinschaft noch nicht um Unterstützung gebeten. Deswegen sollte man seine Unterstützungsbereitschaft erst dann in Geld ummünzen, wenn wirklich klar ist, welche Organisationen die Spendengelder wirksam einsetzen können.“
Bei Wiederaufbau & Rehabiliterung können auch Freiwillige helfen
Jetzt, da in Australien wieder der Alltag eingekehrt ist, können Freiwillige und Volontäre durchaus einen sinnvollen Beitrag leisten, selbst ohne Erfahrung im Katastrophenschutz. Denn mittlerweile sind wir in der oben erwähnten Rehabilitationsphase.

Diese Projekte sind vielleicht nicht so spektakulär, wie es sich vielleicht manch eine:r ausmalte, die/der damals Bilder von Koalas mit Brandwunden in den Medien oder auf Social Media sah und davon träumte, diesen süßen Tieren zu Hilfe zu kommen.
Flexible Freiwilligenarbeit sollte in erster Linie eine globale Lernerfahrung sein und kein Katastrophen-Tourismus, der nach seinem Instagram-Potenzial beurteilt wird. Freiwillige sollten sich über ihre Motivation klar werden und realistisch an ihr ehrenamtliches Engagement in Australien herangehen.
Denn nicht zuletzt hat Freiwilligenarbeit am anderen Ende der Welt auch einen Preis, und das meinen wir nicht nur in finanzieller Hinsicht. (Mehr dazu, warum auch die meisten Freiwilligenprojekte in Australien für ausländische Volunteers Geld kosten, hier.)
Klimaschutz nicht vergessen!
Wer zum Volunteering nach Australien reist, wird das wohl per Flugzeug tun und damit seine persönliche Klimabilanz erheblich belasten.
Angesichts der Tatsache, dass die Intensität und die Häufigkeit der Buschfeuer in Australien durch die Klimakrise begünstigt wurden, sollte das für alle potenziellen Freiwilligen ein wichtiges Entscheidungskriterium sein, ob und wenn ja, wie lange sie Down Under Freiwilligenarbeit machen.
Ein Kurztrip für ein oder zwei Wochen würde aus unserer Sicht dem eigentlichen Grundgedanken der Hilfe widersprechen.
In jedem Fall solltet ihr zumindest den CO2-Ausstoß eures Fluges bei Plattformen wie atmosfair oder Klima Kollekte kompensieren.
Gleichzeitig hoffen wir, dass ihr noch ein bisschen weiter denkt.
Denn der Hauptsinn von Freiwilligenarbeit im Ausland besteht nach unserer Meinung in der Gelegenheit an der eigenen Haut zu spüren und zu verstehen, wie die Probleme des Gastlandes mit dem eigenen Leben zu Hause zusammenhängen. Das Freiwilligen-Projekt vor Ort wird damit nicht zum Selbstzweck, sondern zum Beginn eines anhaltenden Engagements.
Da hier der Zusammenhang und die Problemlage klar wären, hast du bereits im Vorhinein die Gelegenheit etwas für die Menschen und die Tiere in Australien zu tun.
Nur ein ausdauernder Kampf gegen die Klimakrise wird auch dauerhaft das Land vor überdurchschnittlichen Brandkatastrophen schützen.
Wie du dich jeden Tag für das Klima einsetzen kannst, weißt du bestimmt schon, aber hier nur ein paar Tipps als Gedächtnisstütze: (Eine sehr ausführliche Liste gibt es z. B. beim NABU.)
- Regionale, saisonale und Bio-Produkte einkaufen. Am besten alles zusammen.
- Fleischkonsum einschränken
- Sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß fortbewegen
- Fliegen nach Möglichkeit vermeiden und unvermeidliche Flüge ausgleichen (siehe oben)
- Zu einem Stromanbieter wechseln, der Strom aus erneuerbaren Energien herstellt und kleine Erzeuger erneuerbarer Energien fördert
- Unbenutzte Elektrogeräte komplett ausschalten und nicht im Stand-By-Modus lassen
- Im Winter Wohnung nur auf 20°C aufheizen und Stoßlüften
Volunteering hat in Australien Tradition
Im Unterschied zu anderen stark mediatisierten Naturkatastrophen in den letzten Jahren wüteten die Buschbrände in einem Land, in dem ehrenamtliches Engagement eine lange und sogar sehr ausgeprägte Tradition hat.

Foto: Leonard J Matthews unter Lizenz CC BY-ND 2.0
Volunteering steht in Australien nicht nur für Engagement im Ausland, sondern vor allem für den ehrenamtlichen Einsatz in Vereinen und Initiativen am Heimatort oder in der Heimatregion. Nur wenige Vereine sind darauf eingerichtet, dass Volunteers von weither angereist kommen und bieten daher auch keine Infrastruktur und Logistik an für Unterbringung & Verpflegung, Abholen vom Flughafen etc. Auch sind sie nicht darauf vorbereitet, ihre Arbeit zusammen mit Menschen zu tun, die Englisch vielleicht nicht besonders gut beherrschen.
Viele Volunteering-Programme bei der Bewältigung der Auswirkungen der Buschbrände wurden auf die einheimischen Australier:innen ausgerichtet und nicht auf ausländische Helfende.
Australier:innen haben wie wir in Europa schon materiell die Möglichkeit, ihre Zeit in den Dienst einer gemeinnützigen Sache zu stellen. Das unterscheidet sie von Nepalesen:innen oder Philippinos:as, die in den letzten Jahren zu den betroffenen Völkern gehörten.
Nachtrag 29.01.2020
Recht schnell organisierten sich in Down Under Programme zur ehrenamtlichen Hilfe nach den Buschfeuern und es wurde deutlich, dass sich diese Angebote fast ausschließlich auf Volunteering durch Einheimische konzentrierten.
So sagte uns Conservation Volunteers Australia, die offiziell von der australischen Regierung mit der Koordination des ehrenamtlichen Engagements zu Gunsten der Natur beauftragt wurden, auf Anfrage: „Die ersten Aktionen, die wir durchführen, werden Tages-Aktivitäten sein, vor allem Nistkastenbau. In einigen Wochen und Monaten werden auch noch andere Aktivitäten hinzukommen, die zum Teil wahrscheinlich auch mehrtägig sein werden. Besondere Aktionen um ausländische Volunteers einzubinden, planen wir derzeit aber nicht.“
RSPCA, ein Tierschutzverein auf der von den Feuern besonders betroffen Känguru-Insel (Kangaroo Island), schrieb im Bewerbungsverfahren für seine Freiwilligenprojekte explizit: „Volunteers, die bereits auf Kangaroo Island leben, werden den Vorzug bekommen.“ Da die Organisation innerhalb von 4 Tagen 13.500 (!) Interessensbekundungen bekam, scheint sehr fraglich, ob ausländische Freiwillige bei den Einsätzen berücksichtigt wurden.
Unser Rat: weltweit und auch in Europa gibt es viele Tierschutz-Projekte, die nicht in den Medien auftauchen und deswegen bei weitem nicht denselben Andrang haben. Wer sich als Freiwillige*r im Ausland engagieren will, hat viele, viele Möglichkeiten!

Als Feuerwehrmann fällst du, soweit wir das beurteilen können, wahrscheinlich in der Tat nicht in die Kategorie "unerfahrene Freiwillige". Gleichzeitig stellen wir es uns als sehr schwierig vor, als Einzelperson wirklich in Australien nützlich sein zu können. Alle Hilfskräfte sind total überlastet und sind höchstwahrscheinlich nicht in der Lage den logistischen Aufwand zu stemmen, die Anreise, die Betreuung und die Mitarbeit einer Einzelperson zu koordinieren, deren Muttersprache nicht Englisch ist, und die die Arbeitsweise in Australien nicht kennt. Zu diesem Aufwand gehört z. B. zweifelsfrei nachzuprüfen, ob du wirklich ein ausgebildeter und verlässlicher Feuermann bist. Stell dir einmal vor, bei deiner Feuerwehr würde eine Einzelperson aus Australien anfragen, um bei euch für ein paar Tage oder Wochen mitzumachen.
Folglich können wir dir leider auch keine Vermittlungstipps geben. Außer über den Dienstweg nach Möglichkeiten zu suchen, als Teil einer offiziell angeforderten Gruppe nach Australien zu reisen. Da gilt dann aber auch das, was wir bereits im Artikel gesagt haben: "Die australische Regierung hat (...) die internationale Gemeinschaft noch nicht um Unterstützung gebeten." Ohne einen solchen Hilferuf wird es wohl auch keine offizielle Unterstützung geben.
Bitte lies noch einmal den Artikel und die Kommentare. Wir gehen präzise auf den Fall von Menschen ein, die im Tierschutz helfen wollen.
Auch der Umstand, dass du Erfahrung in der Tierrettung hast, ändert nichts daran, dass die Tierschutzorganisationen vor Ort keine ausländischen Freiwilligen aufnehmen können.
Die Beschreibung dieses Projekts bestätigt, was wir in unserem Artikel beschrieben haben, nämlich dass es sicherlich in der Wieder-Aufbau-Phase Bedarf an ehrenamtlichen Engagement gibt und geben wird, dass die Australier jedoch den Großteil dieser Arbeit selbst leisten werden. Nichts deutet darauf hin, dass dieses Programm auf internationale Freiwillige ausgerichtet ist. Im Gegenteil: "Volunteers, die bereits auf Kangaroo Island leben, werden den Vorzug bekommen" Deswegen hat die Organisation auch einen Bewerbungsprozess mit Formular eingerichtet. Es wäre sicherlich keine gute Idee, jetzt einfach auf gut Glück hinzufahren.
Aber wir werden trotzdem mal dort nachfragen.
Nachtrag 28.01.2020: Die Organisation hat innerhalb von 4 Tagen 13.500 (!) Bewerbungen bekommen und es ist nicht mehr möglich, sich zu bewerben. Es wird deutlich, dass die Australier selbst sehr motiviert sind, der Tierwelt in ihrem Heimatland zu helfen. Aufgrund des zusätzlichen Arbeitsaufwands für internationale Freiwillige greifen die NGOs eher auf Einheimische zurück. Zur Erinnerung: weltweit und auch in Europa gibt es viele Tierschutz-Projekte, die nicht in den Medien auftauchen und deswegen bei weitem nicht denselben Andrang haben. Wer sich als Freiwillige*r im Ausland engagieren will, hat nach wie vor viele, viele Möglichkeiten!
Wie würdest du reagieren, wenn an deinem Heimatort ein Mensch im Wohnmobil bei deiner Feuerwehr auftaucht, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist, und sagt "Hallo, ich bin einfach mal so gekommen. Jetzt setzt mich bitte in einer potenziell lebensbedrohlichen Situation ein." (Großer Seufzer)
Danke, dass du aufmerksam den Artikel und unsere Antwort zu Lennarts Kommentar gelesen hast.
Ja, für dich als Krankenpfleger gilt leider dasselbe wie für Lennart den Feuerwehrmann. :-(
Die Antwort auf deine Frage steht im Artikel und in den Kommentaren.
Ich weiß nicht, wem dein Standpunkt hilft, die Australier sind es aber sicherlich nicht. Der Umstand, dass du dir anscheinend ein Flugticket leisten kannst, steht im Widerspruch zur Aussage "Ich habe kein Geld."
Internationale Hilfe zwischen Staaten organisiert sich eben nicht, wie du dir das vorstellst. Am Anfang stehen da Anfragen seitens der australischen Stellen. Und die haben bei manchen Ländern angefragt. So sind und waren Down Under im Rahmen offizieller Kooperation z. B. Feuerwehren und Militär aus den USA, Kanada, Neuseeland und Singapur im Einsatz (teilweise bereits seit Oktober 2019, lange bevor die Feuer in Europa ein Thema wurden.), aber eben nicht aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Warum genau das so ist, entzieht sich unserer Kenntnis, auch wenn wir vermuten, dass dieselbe Sprache und geografische Nähe sicherlich wichtige Rollen spielen.
Es ist in solchen Situation aus unserer Sicht nicht förderlich Verschwörungstheorien zu bemühen.
Wenn du dich für Katastrophenopfer einsetzen möchtest, gibt es dafür weltweit in der Wiederaufbau-Phase Möglichkeiten, auch und vor allem dort, wo es keine große mediale Aufmerksamkeit gibt.
Deutschland kann den australischen Wäldern, und der Welt als Ganzes, vor allem dadurch helfen, durch konsequente Maßnahmen die Auswirkungen der Klimakrise zu verringern.