Freiwilligenarbeit, Volunteering, Freiwilligendienst in Kambodscha
Als Freiwilliger in Kambodscha kannst du mit den Einheimischen zusammen dazu beitragen, den Wiederaufbau des Landes voran zu treiben. Nach einem Jahrhundert voller Rückschläge gehört Kambodscha nämlich zu einem der ärmsten Länder der Welt. Hier kannst du dich als Volunteer in den verschiedensten Bereichen engagieren: du kannst in einer kambodschanischen Kindertagesstätte helfen, dich in einem Elephant Sanctuary engagieren oder ein medizinisches Praktikum machen – hier findest du sicher ein Projekt, das dich interessiert. Vorsicht allerdings vor Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern! An deinen freien Tagen solltest du auf jeden Fall die abwechslungsreiche Landschaft genießen und die Kulturschätze des Landes besichtigen, wie z.B. die historische Tempelanlage Angkor Wat.
Freiwilligenarbeit im Bereich
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3 gute Gründe für Freiwilligenarbeit in Kambodscha
- In einem der ärmsten Länder der Welt helfen
- Große Projektauswahl
- In eine exotische Kultur und Religion eintauchen
Freiwilligenarbeit in einem der ärmsten Länder der Welt
Kambodscha gehört zu den 48 „Least Developed Countries“ der Welt (zu Deutsch: „am wenigsten entwickelte Länder“), ein von der UNO definierter sozialökonomischer Status. Diese Einschätzung ist unter Anderem dem schlechten Gesundheits- und Bildungssystem Kambodschas geschuldet. Nach dem Bürgerkrieg, dem Vietnamkrieg und schließlich dem Terror-Regime der Roten Khmer (alles im 20. Jahrhundert) befindet sich das Land immer noch im Wieder-Aufbau. Hier wird jede helfende Hand dankend angenommen – Egal ob du in einem Projekt für behinderte Kinder helfen möchtest, als angehende Krankenschwester oder Medizin-Student*in ein Auslands-Praktikum machen willst oder Elefanten pflegen möchtest.
Hände weg von Volunteering im Waisenhaus in Kambodscha!
Aber Achtung: In Kambodscha ist besondere Vorsicht gebotenen bei Projekten in Waisenhäusern – wer sich hier engagiert, trägt sogar zu Verschlechterung der Situation der Kinder bei, statt diesen zu helfen. Generell entwickeln sich Kinder in Waisenhäusern schlechter als in familiären Verhältnissen und gerade Kambodscha ist dafür bekannt, dass dort Pseudo-Waisenhäuser den Kinderhandel befeuern: Kinder werden mit falschen Versprechungen bei armen Familien in ländlichen Regionen abgeworben, um Orphanages in Touristenregionen zu bevölkern und Besucher*innen auf unterschiedliche Weise Geld aus der Tasche zu ziehen. Deshalb wirst du auf Wegweiser Freiwilligenarbeit auch keine Waisenhaus-Projekte finden. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Blog-Beitrag zu Volunteering in Waisenhäusern.
Was ist der Unterschied zwischen Freiwilligenarbeit und FSJ in Kambodscha (oder anderen Freiwilligendiensten)
Der Ausdruck FSJ im Ausland (Freiwilliges Soziales Jahr) ist doppeldeutig. Einerseits bezeichnet er ein gesetzlich genau reguliertes Freiwilligen-Programm im Ausland, andererseits dient er im Internet oft als Sammelbegriff für jede Art von ehrenamtlichem Engagement fern der Heimat – völlig ungeachtet der tatsächlichen Struktur.
Das klassische FSJ als Freiwilligendienst: Festgelegte Strukturen
Staatlich geförderte Dienste sind in ihrem Aufbau eher mit einem festen Arbeitsverhältnis oder einem Praktikum zu vergleichen als mit flexibler Freiwilligenarbeit. Wenn du einen FSJ-Platz für 2026 oder 2027 suchst, bewirbst du dich bei sogenannte Trägerorganisationen. Diese fungieren ähnlich wie Arbeitgeber und erhalten staatliche Gelder für die Stellen.
Daraus ergibt sich ein formeller Prozess:
- Bewerbung mit Konkurrenz: Du bewirbst dich auf ausgeschriebene Plätze und trittst in Konkurrenz zu anderen Interessierten.
- Vorlaufzeit: Die Bewerbungsfristen enden oft schon viele Monate vor dem Start.
- Geringe Flexibilität: Die Teilnahmebedingungen sind vorgegeben und nicht verhandelbar.
Die Alternative: Flexibles Volunteering in Kambodscha
Im Gegensatz dazu findest du auf Wegweiser Freiwilligenarbeit solche Projekte, die als eigen-finanzierte, flexible Freiwilligenarbeit in Kambodscha konzipiert sind. Hier liegt die Entscheidungsgewalt bei dir:
- Individuelle Planung: Du bestimmst den Einsatzort, den Tätigkeitsbereich und die Dauer selbst (im Rahmen des Projekt-Angebots).
- Kein Auswahlverfahren: Anstatt dich gegen Mitbewerber*innen durchsetzen zu müssen, meldest du dich einfach an.
- Kosten: Da diese Programme keine staatlichen Subventionen erhalten, tragen die Teilnehmenden die Kosten selbst.
Eine gänzlich andere Kultur und Religion kennen lernen
Kambodscha verzaubert seine Besucher durch alte Traditionen, gelebten Buddhismus und ein beeindruckendes Kulturerbe. Wer nach Kambodscha reist, sollte sich auf jeden Fall auch die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt Angkor anschauen – deren Tempelanlage „Angkor Wat“ gilt als größter Tempelkomplex der Welt, ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und zeugt von der Hochkultur der damals herrschenden Khmer. Auch landschaftlich lohnt sich die Reise nach Kambodscha: hier findet man z.B. den größten Binnensee Südostasiens, den Tonle Sap See, einen der längsten Flüsse der Welt, den Mekong, Urwald, nahezu unberührte Strände – es lohnt sich wirklich, an den Wochenenden auf Entdeckungsreise zu gehen.
Der Volunteer-Steckbrief für Kambodscha
Lage:
Südostasien. Nachbarländer sind Thailand, Laos und Vietnam.
Hauptstadt:
Phnom Penh
Landessprachen:
Khmer ist alleinige Amtssprache, daneben werden noch Vietnamesich, Chinesisch, Cham und verschiedene andere Minderheitensprachen gesprochen.
Visum:
Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige können ihr Visum für Kambodscha entweder vor der Einreise per Post oder als e-Visum, oder aber als „Visum on arrival“ bei der Einreise beantragen.
Informieren Sie sich zum Beispiel auf der Seite der kambodschanischen Botschaft: Schweiz, Deutschland, Österreich.
Wir bemühen uns, die Vorbereitung Ihres Freiwilligendienstes durch Recherche bei den Botschaften zu erleichtern, übernehmen aber ausdrücklich für die hier gemachten Angaben keine Gewähr. Du musst dich immer auch selbst bei den zuständigen Behörden informieren.
Impfempfehlung:
Die hier gemachten Angaben sind nur unverbindliche Empfehlungen, die von Personen ohne medizinische Ausbildung recherchiert wurden. Bitte gehen Sie kein Risiko ein und konsultieren Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt.
Das deutsche Auswärtige Amt empfiehlt:
Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung) ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int ). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.
Unnützes Wissen:
Der Fluss „Tonle Sap“ in Kambodscha ändert im Laufe des Jahres die Fließrichtung.

