Freiwilligenarbeit, Volunteering, Freiwilligendienste in Südamerika / Lateinamerika / Karibik
Südamerika und Mittelamerika bieten Freiwilligen die Möglichkeit, sich in vielen verschiedenen Bereichen zu engagieren: in Projekten mit Tieren, in sozialen Projekten mit Kindern und Behinderten, beim Unterrichten in Schulen sowie vielen anderen Aktionsbereichen. Lateinamerika verfügt über einige der beliebtesten Länder für Volunteering im Ausland: Chile, Costa Rica, Ecuador oder Peru. Aber auch die kleinen Inselentwicklungsländer der Karibik sind spannende Ziele für Freiwilligenarbeit im Ausland. Und in der Freizeit ermöglicht die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Kontients es Volunteers, noch einiges zu entdecken. Auf dieser Seite thematisieren wir auch, ob in Südamerika geregelte Freiwilligendienste wie das FSJ möglich sind.
Freiwilligen-Projekte in
| Argentinien | Jamaika |
| Bolivien | Kolumbien |
| Chile | Mexiko |
| Costa Rica | Nicaragua |
| Dominikanische Republik | Panama |
| Ecuador | Peru |
| Guatemala |
4 Gründe für Volunteering in Südamerika / Lateinamerika / Karibik
- Große Projekt-Vielfalt
- Spanisch im Alltag sprechen und verbessern
- Visa-Bestimmungen vereinfachen Volunteer-Rundreisen
- Klimatische, landschaftliche und kulturelle Vielfalt in Südamerika
Südamerika bietet eine große Freiwilligenprojekt-Vielfalt
Freiwilligenarbeit mit Tieren in Lateinamerika
Mittelamerika, sowie weite Teile Südamerikas und der Karibik werden vom Regenwald und dem Amazonas beherrscht, weshalb sich Volunteers, die sich für den Arten- und Naturschutz einsetzen wollen, eine große Zahl von Projekten mit exotischen Tieren finden: Schildkröten, Affen, Papageien, usw. Die große Artenvielfalt macht Projekte mit Tieren in Südamerika besonders spannend, so dass sich zum Beispiel Freiwilligenprojekte mit Galapagos-Schildkröten großer Beliebtheit erfreuen und ein besonderes Highlight Ecuadors sind.
Daneben gibt es auch Projekte im Tierschutz, wo du dich z. B. in Tierheimen um Hunde, Katzen oder andere Haustiere kümmern kannst.
Freiwilligenarbeit mit Kindern in Mittelamerika & Südamerika
Außerdem benötigen auch viele soziale Projekte Hilfe bei der Kinder- und Jugendbetreuung, wie Kindertagesstätten, Kindergärten, Projekte mit behinderten Kindern oder Straßenkindern.
Volunteers mit Lehr-Erfahrung sind besonders in Unterrichts- und Bildungs-Projekten gefragt und können an Grundschulen sowie weiterführenden Schulen zum Beispiel Englisch unterrichten. Aber auch wenn du nur deine Motivation zu Helfen mitbringst, kannst du als Assistenz für die einheimischen Lehrer*innen die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern.
Und Freiwilligenarbeit im Waisenhaus in Südamerika?
Freiwilligenarbeit im Waisenhaus richtet mehr Schaden als Gutes an, weswegen ihr auf Wegweiser Freiwilligenarbeit keine Waisenhaus-Projekte findet.
Internationale Studien belegen nämlich, dass sich Kinder in Waisenhäusern selbst im günstigsten Fall weniger gut entwickeln als in familiären Strukturen. Vielfach sind solche Einrichtungen aber sogar Teil des Kinderhandels, denn Kinderhilfs-NGOs schätzen, dass ca. 80% der Kinder in Waisenhäusern in Wirklichkeit noch mind. einen lebenden Elternteil haben und vor allem deswegen dort leben, damit die Betreiber*innen mit ihnen Geld verdienen können. Unser Hintergrund-Artikel zu Volunteering im Waisenhaus sagt dir alles, was du zu diesem Thema wissen musst.
Südamerika, Mittelamerika, Lateinamerika, Karibik – Was denn nun?
Wir fassen auf dieser Seite Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit in einer Gruppe von Ländern zusammen, die rein geografisch gesehen nicht zueinander gehören. Dessen sind wir uns bewusst.
Da gibt es die Länder auf dem südamerikanischen Kontinent wie Chile, Ecuador oder Peru.
Wir nehmen aber auch die Länder Mittelamerikas wie Costa Rica, Guatemala oder Mexiko sowie die Karibik dazu, obwohl sie geografisch zu Nordamerika gehören, weil dort (fast immer) Spanisch offizielle Landessprache ist und es deshalb viele Gemeinsamkeiten mit den südamerikanischen Staaten gibt.
Genau wegen dieser sprachlichen Nähe bezeichnet man diese Großregion auch als Lateinamerika.
Während Freiwilligenarbeit in spanisch-sprachigen Ländern die Sprache lernen
Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Freiwilligenarbeit ist das Lernen einer anderen Sprache im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Gastfamilien und neuen Freunden*innen. Mittel- und Südamerika sind natürlich prädestiniert für das Aufbessern der Spanisch-Kenntnisse, aber es gibt auch Länder, in denen Portugiesisch oder sogar Englisch (z. B. Jamaika) offizielle Landessprache ist.
Liberale Einreisebedingungen machen Volunteer-Rundreisen einfach
Mit sehr liberalen Visa-Bestimmungen (meistens wird für europäische Staatsbürger*innen das Visum direkt bei der Einreise, ohne vorherige Beantragung ausgestellt) ist Südamerika als Ort eines Freiwilligen-Einsatzes besonders geeignet für die, die nicht nur an einem einzigen Projekt interessiert sind, sondern mehrere miteinander kombinieren wollen, z. B. währends eines Auslandsjahres nach dem Abi oder einer beruflichen Auszeit (Sabbatjahr).
Der Vorteil flexibler Freiwilligenarbeit im Gegensatz zu geregelten Freiwilligendiensten kommt hier besonders zum Tragen, denn flexibel heißt in diesem Fall, dass die Teilnehmer sich die Anfangs-und Endzeiten der Projekte zu einer persönlichen Volunteering-Reiseroute zusammenstellen können. So kann man sich bei Projekten in mehreren Ländern engagieren und verschiedene Kulturen kennenlernen. Unser Tipp: Frage direkt im Kontakt-Formular bei den Entsendeorganisationen nach, ob die An- und Abreise-Daten wählbar sind und ob verschiedene Projekte nacheinander besucht werden können.
FSJ, weltwärts oder IJFD in Südamerika / Lateinamerika
Wie gerade angesprochen fallen alle Projekte auf Wegweiser Freiwilligenarbeit in die Kategorie der flexiblen Freiwilligenarbeit. Bei solchen Volunteer-Projekten kannst du frei wählen, was du wo machen willst, und kannst gleichzeitig auch selbst entscheiden, ab wann du wie lange Freiwilligenarbeit machen willst – von wenigen Wochen bis einigen Monaten. Zur Teilnahme reicht es, sich anzumelden (auch kurzfristig möglich) und den Teilnahmebeitrag zu bezahlen.
Daneben gibt es auch geregelte Freiwilligendienste wie das FSJ (im Ausland), den Internationalen Jugendfreiwilligendienst oder weltwärts. Die Teilnahme daran ist eher mit einer Praktikums- oder Jobsuche vergleichbar: du musst dich auf die im Rahmen dieser Programme ausgeschriebenen Stellen bewerben (also auch gegenüber anderen Bewerber:innen durchsetzen) und kannst nur wählen, ob du dich bewerben willst oder nicht. Das Startdatum, die Dauer (bei Freiwilligendiensten in Lateinamerika meist 11 oder 12 Monate), der Ort und dein Aufgabenbereich sind festgeschrieben und können nicht nach deinen Wünschen geändert werden. Solche Stellen sind billiger, da sie öffentlich gefördert werden, aber auch nicht kostenlos, denn von den Freiwilligen wird erwartet, dass sie in der Regel 25% der Kosten selbst aufbringen.
Übrigens Vorsicht beim Begriff des FSJ in Südamerika: der Begriff FSJ wird häufig als Überbegriff für ehrenamtliches Engagement im Ausland benutzt, obwohl das „Freiwillige Soziale Jahr“ eigentlich ein genau definierter geregelter Freiwilligendienst ist. Deshalb empfehlen wir, kritisch zu hinterfragen, wenn du irgendwo von „FSJ im Ausland“ liest. Häufig werden alle möglichen Formen des Volunteering durcheinander geworfen.
Kleine Inselentwicklungsländer in der Karibik durch Volunteering unterstützen
Projekte auf den Inseln der Karibik wie Jamaika oder Dominikanischen Republik bieten Volunteers die Möglichkeit, kleine Inselentwicklungsländer mit Freiwilligenarbeit zu unterstützen. Da diese kleinen Staaten mit besonderen Problem zu kämpfen haben (Ansteigen des Meeresspiegels als Folge der globalen Erwärmung, isolierte Lage etc.) ist eine helfende Hand dort immer gerne gesehen. Warum du dir kein schlechtes Gewissen machen solltest, wenn du dein freiwilliges Engagement unter Palmen verbringen, erfährst du hier.
Klimatische Abwechslung bei der Freiwilligenarbeit
Südamerika ist der Kontinent mit der größten Nord-Süd-Ausdehnung – von der Nordgrenze Mexikos bis zur Südspitze Chiles sind es rund 12.000km – und bietet daher Klimazonen für jeden Volunteer-Geschmack. Nicht zuletzt bietet er auch die Möglichkeit, dem kalten europäischen Winter zu entfliehen und stattdessen Freiwilligenarbeit während des Sommers der Südhalbkugel (z. B. in Argentinien oder Chile) zu leisten. Von den Regenwäldern und Stränden der tropischen Äquator-Region – das Land Ecuador hat daher übrigens seinen Namen – über Hochgebirge und Wüsten bis hin zu gemäßigten Breiten und der Gletscherlandschaft Patagoniens ist für alle etwas dabei.
Freiwilligenarbeit leisten und andere Kulturen entdecken
Viele Volunteers nutzen ihren Freiwilligen-Einsatz in Lateinamerika, um am Wochenende oder nach Projekt-Ende ihr Einsatzland und oft noch weitere Länder auf eigene Faust zu entdecken.
Die harte Entscheidung, ob es ein Hiking-Trip durch die Anden bis hin zum beeindruckenden Titicacasee, ein Abstecher in den Regenwald und zum Amazonas oder ein Besuch der zahlreichen karibischen Traumstrände ist, liegt allerdings beim Volunteer selbst.
Auch während der Freiwilligenarbeit kann man kulturell viel erleben und beispielsweise auf die Spur der alten Kulturvölker, der Maya und Inka, gehen und die Ruinenstadt Macchu Picchu besichtigen oder die lateinamerikanische Musik genießen. Der feurige Tango Argentiniens, die entspannte Reggae Musik Jamaikas oder das Salsa Tanzen, beliebt in ganz Lateinamerika: Musikliebhaber kommen in Südamerika und der Karibik in jedem Fall auf ihre Kosten und haben so die Möglichkeit sich auch mal zu entspannen.
